Die Denkfehler
Eigenvorsorge bedeutet Konsumverzicht.
Monatliche erforderliche Sparraten von € 250.- sind für einen Durchschnittsverdiener nicht so ohne Weiteres aufzubringen. Aufzuwenden, was am Ende des Monats übrig bleibt, wird zur Katastrophe führen. Der Ausgabenposten „Eigenvorsorge“ muss genau so gesehen werden wie „Miete“, „KFZ-Versicherung“, „Stromrechnung“ etc. Diese Ausgaben müssen in der Hierarchie höher liegen, als der nächste Lokalbesuch, oder der nächste Wochenendtrip.
Eigenvorsorge bedeutet, rasch zu handeln.
Die oben genannte Sparrate gilt aber nur bis zu einem heutigen Lebensalter von 30 Jahren. Ein Vierzigjähriger muss für die gleiche Alterssicherung schon fast € 400.- (!) / Monat aufwenden.
Kapital ergibt sich aus Geldeinsatz, multipliziert mit dem Zeitfaktor und der Nettoverzinsung. Die stärkste “Waffe“ der Eigenvorsorge ist der Faktor „Zeit“. Die trügerische Sicherheit der Renditeversprechen haben wir gerade in letzter Zeit ja kennengelernt.
Jeder der fünfzig Jahre alt ist und die Problematik der Pensionsfinanzierung erkennt, verflucht die letzten dreißig Jahre, die er ungenutzt verstreichen hat lassen.
Eigenvorsorge bedeutet Planung
Eine Strategie für die persönliche Eigenvorsorge sollte in Zusammenarbeit mit Profis erarbeitet werden. Zukünftige größere Ausgaben, als auch Familienplanung, aber auch zu erwartende Erbschaften gehören in diese Strategie einbezogen. ... und diese Planung erfordert Sachkenntnis, Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein!
Die verhängnisvollsten Denkfehler beim Thema Vorsorge:
- Mich betrifft das ja gar nicht mehr...
- So schlimm wirds schon nicht werden....
- Dann muss der Staat halt helfen...
- Dann schränk´ ich mich halt ein...
- Ich spare ja schon € 70.- / Monat...
- Ich bin ja noch jung!...
