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16.11.2011
Ich wundere mich, warum sich die Jungen das gefallen lassen
Ausschnitte des Interviews:
Pöltner: Sozialpolitik ist wie ein Öltanker. Sie drehen am Ruder und drei Stunden später dreht sich der Tanker langsam. Der Finanzminister glaubt immer, wenn wir eine Lösung präsentieren, wirkt sich das gleich im nächsten Jahr aus.
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derStandard.at: In Österreich gibt es immer mehr Pensionisten und immer weniger junge Menschen, die für die Pensionen aufkommen müssen. Haben Sie die Forderungen der Pensionistenvertreter angesichts dessen in Ordnung gefunden?
Pöltner: Nein! Ich wundere mich immer, warum sich die Jungen das gefallen lassen. Ich hab den Pensionistenvertretern einmal vorgeschlagen, ein Jahr lang auf die Pensionsanpassung zu verzichten - heuer sind das beispielsweise 2,7 Prozent, also knapp eine Milliarde Euro. Sie hätten sagen können, dass das Geld stattdessen in die Bildung gesteckt wird. Das wäre doch ein Zeichen. Denn wir wissen, dass ein großer Teil für die Pensionen ausgegeben wird und dass wir zu wenig für die Bildung ausgeben. Die Pensionisten hätten sagen können: Wir finanzieren die Jugend. Aber diesen Generationenvertrag schaffen die Pensionistenvertreter nicht.
