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23.09.2010
Budgetzuschuss verdoppelt sich 2011 auf 5,2 Milliarden Euro
von Walter Worresch
ORF Mittagsjournal vom 23.09.2010:
Eine Pensionsreform ist nötig. Laut einem Gutachten das Sozialministeriums hat sich der Bundeszuschuss zu den Pensionen verdoppelt: 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 5,2 Milliarden Euro im nächsten Jahr. Die Gutachter schlagen fünf Maßnahmen vor, um die Pensionen langfristig zu sichern, unter anderem geringere Pensionserhöhungen, höhere Beiträge und ein höheres Pensionsalter.
Trotz aller Gutachten: Die heimischen Seniorenvertreter halten allzu drastische Maßnahmen zur Sicherung der Pensionen nicht für nötig. Karl Blecha, Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes und Andreas Khol, Präsident des ÖVP-Seniorenbundes, wollen das Pensionsproblem vor allem dadurch lösen, dass künftige Pensionistengenerationen länger arbeiten sollen als die jetzige.
Diesmal haben Khol und Blecha durchaus Recht: die künftige Pensionsistengeneration wird wesentlich länger arbeiten müssen, als diejenigen, die heute in Pension sind.
Bemerkenswert ist wiederum, dass auch diesmal Vorschläge zur Entlastung eben dieser Generation fehlen.
Im Gegenteil: das Gutachten wird diffamiert und eine Pensionserhöhung außer Frage gestellt - klarerweise wiederum auf Kosten der Beitragszahler!
Die Pensionsbeitragszahler befinden sich in einem Spiel, in dem ständig die Spielregel geändert werden. Es wird Zeit, die Politik sehr nachdrücklich darauf hinzuweisen.

Walter Worresch
Seit 1984 beschäftigt sich Walter Worresch beruflich mit der Finanzierungsproblematik des österreichischen Pensionssystems.
