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11.06.2012
Künftig erst mit knapp 70 in Pension
Es möge sich vielleicht nicht so anfühlen, "jedoch leben die heutigen Pensionisten in einer Zeit, die sich einmal als goldenes Zeitalter für Pensionen und Pensionisten erweisen könnte", heißt es im neuen Pensionsbericht der OECD.
Deshalb sei es "dringend erforderlich", das Pensionsantrittsalter weiter anzuheben – und die private Vorsorge auszubauen.
Der Grund für die Warnung der Pensionsexperten ist freilich erfreulich: Die Menschen in den OECD-Ländern werden immer älter. In den entwickelten Volkswirtschaften werde in den nächsten 50 Jahren die Lebenserwartung voraussichtlich um 1,7 Monate pro Jahr ansteigen, also alle sieben Jahre um ein zusätzliches Jahr.
67 sei das neue 65, heißt es lapidar in der Studie:
In 13 Staaten sei bereits eine eine derartige Erhöhung des Pensionsantrittsalters geplant.
In Norwegen und Island sei das gesetzlich bereits verankert. Und in Italien und in Dänemark sei das Pensionsantrittsalter automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt.
Bis zum Jahre 2050 würde dort das Antrittsalter auf 69 Jahre ansteigen. In Großbritannien sei das Antrittsalter bereits auf 66 angehoben worden, bis 2028 dürfte es bei 67 Jahren liegen.
In Ländern, in denen staatliche Pensionen relativ niedrig seien und die private Altersvorsorge nur freiwillig, wie etwa in Deutschland, müssten große Teile der Bevölkerung mit starken Einkommenseinbußen im Ruhestand rechnen, warnen die Experten.
Dadurch könnte die Altersarmut sprunghaft steigen.
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