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22.04.2012

Die Herren Khol und Blecha in der Pressestunde des ORF

von Walter Worresch


Interessante Antworten der Seniorenvertreter auf Fragen des ORF


ORF-Online: Wollen Sparpaket aufschnüren

KohlBlechaTrotz der im Sparpaket beschlossenen Pensionsanpassung unter der Inflationsrate für die kommenden beiden Jahre fordern Blecha und Khol für die kleinen Pensionen eine volle Wertanpassung.

Die beiden Seniorenvertreter kündigten am Sonntag an, dass sie darüber mit der Bundesregierung im Herbst verhandeln wollen.

Mit dem Sparpaket war auch beschlossen worden, dass die Pensionen 2013 einen Prozentpunkt unter der Teuerungsrate angepasst werden, 2014 um 0,8 Prozent darunter. Bei Klein- und Mindestpensionen von 950 bis 1.000 Euro verlangen die Pensionistenvertreter die volle Wertanpassung, die ihrer Einschätzung nach bei rund 2,6 Prozent liegen dürfte.

Je höher die Pension ist, desto größer könnte dann die Kürzung ausfallen. Niemand sollte aber gar nichts bekommen. Khol und Blecha zeigten sich zuversichtlich, dass sie sich mit dieser Forderung bei der Regierung durchsetzen werden, offen sind für sie nur noch die Grenzen, ab welcher Pensionshöhe welche Anpassung wirksam werden soll.

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zum Originalartikel


Pensionserhöhungen haben, wie immer wieder betont wird, den Sinn der Werterhaltung der bestehenden Pensionen. So weit, so gut...

Für den Werterhalt der "erworbenen" Pensionsansprüche der aktiven Bevölkerung gibt es ebenfalls einen Faktor: den Aufwertungsfaktor, mit dem die, im Pensionskonto gutgeschriebenen Werte, "aufgewertet" werden.

Die Pensionserhöhung des Vorjahres betrug 2,7%. Können Sie sich auch noch an das Gejammere der Seniorenvertreter über die "magere" Erhöhung erinnern?

Der Aufwertungsfaktor - zur Erinnerung: zuständig für die Werterhaltung der Ansprüche der Beitragszahler - betrug 0,6% (!)

Mich würde brennend eine Antwort der Seniorenvertreter bezüglich der Rechtfertigung dieser extremen Ungleichbehandlung interessieren.

Die Ergebnisse der Gespräche von Khol und Blecha mit der Regierung werden zeigen, ob sich die aktive Bevölkerung in der Geiselhaft der Seniorenvertreter befindet...

Nur nebenbei sei erwähnt, dass sich der Pensionsanspruch der Aktiven in den letzten 20 Jahren gegenüber den Ankündigungen der jeweiligen Politiker und deren Formeln (z.B. 40 x 2 = 80% von den besten 10 Jahren etc.) um 25 - 30% verringert hat.

So viel zur Sicherheit und Planbarkeit der staatlichen Pensionen für die aktiven Beitragszahler!

Interessant auch: Presseaussendung von Karl Blecha


Walter Worresch

Walter Worresch

Seit 1984 beschäftigt sich Walter Worresch beruflich mit der Finanzierungsproblematik des österreichischen Pensionssystems.